Konzeption der Kindertagesstätte Arbachtal e.V. "Pusteblume"

Inhaltsverzeichnis

1. Organisatorische Rahmenbedingungen:

  • Der Träger
  • Räumlichkeiten
  • Personalstruktur
  • Gruppenstruktur
  • Betreuungsmodelle
  • Öffnungszeiten

2. Pädagogische Arbeit:

  • Offenes Haus
  • Freispiel
  • Eingewöhnung
  • Verpflegung
  • Schlaf- und Ruhemöglichkeiten
  • Morgenkreis
  • Garten
  • Sprachförderung
  • Gruppenarbeit
  • Rhythmik
  • Musikalische Erziehung
  • Turnen
  • Naturtag
  • Beobachtungen
  • Exkursionen
  • Abholzeiten

3. Unsere Ziele der Bildungs- und Entwicklungsfelder:

  • Körper
  • Sinne
  • Sprache
  • Denken
  • Gefühl und Mitgefühl
  • Sinn, Werte und Religion

4. Zusammenarbeit:

  • Elternarbeit
  • Teamarbeit
  • Vorstand

1. Organisatorische Rahmenbedingungen:

  • Der Träger:

Die Kindertagesstätte Arbachtal e.V. „Pusteblume“ wurde 1993 in Eningen u. A. erbaut. Sie ist ein eingetragener Verein mit drei Vorständen und liegt am Rande des Gewerbegebiets, in wunderschöner Lage mit nahegelegenen Wiesen und Feldern.

  • Räumlichkeiten:

Im EG:
Konstruktions- & Kreativraum
Bauzimmer
Bewegungsraum
Frühstücksraum und Bücherzimmer
Rückzugsraum für die U3 Kinder
Garderobe
Sanitärräume
Außenspielbereich
Küche

Im OG:
Speiseraum mit Küche
Werkraum
Schlafraum
Rollenspielbereich
Büro
Sanitärraum

  • Personalstruktur:

Nach der Betriebserlaubnis für unsere zweigruppige Einrichtung ergibt sich folgende
personelle Besetzung:

4 sozialpädagogische Fachkräfte zu 100%
1 sozialpädagogische Fachkraft zu 55%
1 sozialpädagogische Fachkraft zu 50%
1 Sprachförderkraft
1 FSJ - Praktikantin
1 Hauswirtschafterin
1 Reinigungskraft

In regelmäßigen Abständen werden auch Praktikanten der sozialpädagogischen Fachschulen in unserer Einrichtung betreut, um ihnen einen vielseitigen Einblick in das Alltagsleben einer Kita zu ermöglichen.

  • Gruppenstruktur:

Unsere Kindertagesstätte hat 42 Plätze für Kinder im Alter von 2 – 6 Jahren und besteht aus zwei Gruppen. In der Gruppe mit den verlängerten Öffnungszeiten (VÖ) können 22 Plätze und in der Ganztagesgruppe (GT) 20 Plätze vergeben werden. Es werden maximal 5 Kinder unter 3 Jahren aufgenommen.

  • Betreuungsmodelle:

Unsere Kinderbetreuung gliedert sich in zwei Basisbetreuungsmöglichkeiten:

VÖ: Verlängerte Öffnungszeiten
GT: Ganztagesbetreuung

Zusätzlich haben Sie bei dem Betreuungsmodell „VÖ“ die Möglichkeit, sogenannte „Bausteine“ dazu zu buchen.
Diese Bausteine ermöglichen Ihnen eine individuelle und flexible zusätzliche Nachmittagsbetreuung an zwei bis vier Tagen bis 17.00 Uhr. 

  • Öffnungszeiten:

Die Kindertagesstätte Arbachtal e.V. hat täglich von 7.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.

VÖ-Gruppe von Montag bis Freitag von 7.00 Uhr bis 14.00 Uhr
GT-Gruppe von Montag bis Freitag von 7.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Die Kindertagesstätte hat maximal 24 Schließtage im Jahr.

2. Pädagogische Arbeit:

"Es gibt kein Alter, in dem alles so irrsinnig intensiv erlebt wird wie die Kindheit. Wir Großen
sollten uns daran erinnern, wie das war."

Astrid Lindgren

  • Offenes Haus:

Unsere Einrichtung ist ein offenes Haus. Das „offene Konzept“ ermöglicht den Kindern die freie Wahl der Räumlichkeiten, Spielangebote und Spielmöglichkeiten im ganzen Haus, ganz nach ihren Bedürfnissen.

  • Freispiel:

Das Freispiel ist für uns und die Kinder im Tagesablauf von großer Bedeutung.
Die Kinder haben die Möglichkeit ihre Spielpartner, Spielorte und Spielmaterialien selbst zu wählen.
Die Kinder setzen sich ihre Ziele und Spielaufgaben und gestalten dadurch, die Dauer des Spiels und den Verlauf eines Spielgeschehens.
Durch aktives Erleben und Durchleben ihrer Erfahrungen können sie Zusammenhänge begreifen und das logische Denkvermögen entwickeln.

  • Eingewöhnung:

Individuell auf das Kind und dessen Familie und deren Bedürfnisse abgestimmte Eingewöhnungszeit liegt uns am Herzen.
Wir verfahren hierbei bewusst nicht nach einem Schema, sondern berücksichtigen die sozialen und familiären Hintergründe.

  • Verpflegung:

Für alle Kinder wird morgens von 7.00 Uhr bis 9.45 Uhr ein frisches Frühstücksbuffet angeboten.
Das Mittagessen wird von der Kantine geliefert und wird in zwei altershomogenen Gruppen eingenommen.
Dies findet zwischen 11.30 Uhr und 12.45 Uhr statt.
Für die GT- Gruppe gibt es zusätzlich jeden Nachmittag einen Imbiss um ca. 15.00 Uhr.
Wir legen Wert auf eine gesunde, abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung.
Dabei steht nicht nur das „satt werden“ im Vordergrund, sondern auch der Genuss mit allen Sinnen und die Kommunikation.
Zusätzlich nehmen wir jedes Jahr am Schulfrucht- und Schulmilchprogramm teil.

  • Schlaf- und Ruhemöglichkeiten:

Die Kinder haben jeden Tag die Möglichkeit, sich nach dem Mittagessen auszuruhen oder einen Mittagschlaf in unserem Schlafraum einzunehmen.
Das gibt ihrem Tagesablauf Struktur und Sicherheit.
Im Schlaf werden Erlebnisse verarbeitet und neue Energie getankt.

  • Morgenkreis:

Jeden Morgen, um ca. 10.00Uhr, findet ein Morgenkreis mit allen Kindern in unserem Bewegungsraum statt.
Es werden Lieder gesungen, Spiele gespielt und aktuelle Themen gemeinsam besprochen und diskutiert. Hierbei steht die Gemeinschaft im Vordergrund.

  • Garten:

Kinder brauchen täglich Bewegung und frische Luft.
Deshalb ist es uns wichtig, jeden Tag nach dem Morgenkreis in den Garten zu gehen, um dort gemeinsam die Natur zu entdecken, zu toben, schaukeln, rutschen, bauen, experimentieren und zu spielen.

  • Sprachförderung:

Eine Sprachförderkraft unterstützt unsere Kinder zwei Mal wöchentlich mit einer spielerischen Sprachförderung.
Hier haben die Kinder, die in ihrer Sprachentwicklung noch intensivere Unterstützung und Förderung benötigen, die Möglichkeit noch gezielter und intensiver gefördert zu werden.

  • Gruppenarbeit:

In unserer Einrichtung finden wöchentlich altershomogene Gruppen statt, in denen die Kinder ihrem Alters- und Entwicklungsstand entsprechend gefordert und gefördert werden.
Interessen-, Kreativ- und Großgruppenarbeiten werden den Bedürfnissen der Kinder angepasst und durchgeführt. Die Themen ergeben sich aus Beobachtungen im Freispiel.

  • Rhythmik:

Rhythmisch-musikalische Erziehung findet einmal in der Woche statt und ist eine Arbeitsweise, die Musik, Bewegung, Stimme und Sprache und Materialien kombiniert und
verknüpft.
Das ganzheitliche Erleben und fantasievolle Gestalten von Reimen, Versen, Bewegungsspielen, Liedern und Tänzen fördert die Kinder in ihrer natürlichen Musikalität, in ihrem Bewegungsvermögen und in ihrer Sprachentwicklung.

  • Musikalische Erziehung:

Kinder zeigen schon sehr früh Freude an Musik und rhythmischen Bewegungen.
Es ist uns wichtig, diese Freude und das damit verbundene Interesse weiter zu fördern.
Einmal in der Woche findet gezielt unsere musikalische Erziehung statt, in der unter anderem z.B. mit unseren Orffinstrumenten musiziert wird.

  • Turnen:

Einmal in der Woche, donnerstags, findet eine qualifizierte und abwechslungsreiche Bewegungserziehungsstunde statt.
Für die Korridorkinder und künftigen Schulanfänger findet diese in der nahegelegenen Arbachtalhalle und für die jüngeren Kinder in unserem Bewegungsraum der Einrichtung statt.

  • Naturtag:

Durch die Zeit in der Natur ermöglichen wir den Kindern diese zu erleben, zu verstehen und zu begreifen. Die Sensibilisierung der Kinder für die Umwelt und die Achtung vor anderen Lebewesen ermöglicht ein umweltverantwortliches Handeln zu erlernen.
Sachkenntnisse über die Vorgänge in der Natur werden gemeinsam erforscht und Wissen kann vermittelt werden.
Unser Naturtag findet freitags statt.

  • Beobachtungen:

Regelmäßige Beobachtungen sind Grundlage unserer Arbeit. Hierbei können wir die Entwicklung der Kinder, ihre Bedürfnisse und Interessen erkennen und in die pädagogische Arbeit mit einbeziehen.

  • Exkursionen:

Exkursionen ermöglichen den Kindern viele neue Erfahrungen und Eindrücke in ganz unterschiedlichen Bereichen. (z.B. einen Besuch bei der Feuerwehr, dem Imker oder dem Naturkundemuseum)

  • Abholzeiten:

Sie haben die Möglichkeit, Ihre Kinder ganz individuell nach Ihrem Betreuungsmodell und Ihren Bedürfnissen abzuholen.
Ausnahme ist in der Zeit zwischen 13.45 Uhr und 14.00 Uhr.
In dieser Zeit besteht für die Eltern keine Möglichkeit, ihre Kinder abzuholen.

3. Unsere Ziele in der pädagogischen Arbeit:

„Ein Kind zu erziehen bedeutet vor allem, es in der Besonderheit seines kindlichen Wesens
bedingungslos anzunehmen und zu lieben. Erziehung ist Herzensarbeit und Geduld."

Jirina Prekop

  • Körper:

In keinem Lebensabschnitt spielt Bewegung eine so große Rolle wie in der Kindheit.
Die Kinder erwerben ein positives Körper- und Selbstkonzept als Grundlage für die gesamte körperliche, soziale, psychische und kognitive Entwicklung.
Es ist uns sehr wichtig, den Kindern ausreichend Platz und Zeit zum Toben, Klettern, Rennen und Spielen zur Verfügung zu stellen.

  • Sinne:

Kinder nehmen ihre Umwelt über ihre Sinne wahr und erforschen und entdecken die Welt durch Sehen, Beobachten, Hören, Tasten, Riechen und Schmecken.
Sie lernen sich in ihr zu orientieren und sie mitzugestalten.
Wir stellen den Kindern verschiedene Gestaltungsmittel und Materialien frei zur Verfügung, damit sie sich in vielfältigen gestalterischen Sprachen äußern können.
Wichtig ist uns dabei, den Kindern besonders viel Raum für die individuelle Gestaltung und die Lernprozesse zu geben.

  • Sprache:

Wir nutzen Sprache um zu kommunizieren. Um für die Umwelt eine wahrnehmbare Gestalt zu sein ist es wichtig, Bedürfnisse, Wünsche, Gedanken und Gefühle ausdrücken zu können.

Verbal:
Beherrschung der deutschen Sprache, aktive und passive Beherrschung der Muttersprache
Nonverbal:
Mimik und Gestik
Kreativ:
Bildnerisches Gestalten, Tanz, Bewegung

  • Denken:

Raum, Zeit, Material und ein offenes Ohr regen den Forschertrieb und die Experimentierfreude der Kinder an.
Das Kind kann die Welt zunehmend besser verstehen, wenn es seine Umwelt wahrnimmt und beobachtet, gestalterisch verarbeitet, sie spielerisch erprobt und Zusammenhänge entdeckt.

  • Gefühl und Mitgefühl:

Eine positive Bindung ist eine grundlegende Voraussetzung für die Entwicklung sozialer und emotionaler Kompetenzen und somit auch für eine weitreichende positive Bildung.
Als soziales Wesen ist der Mensch auf andere Menschen angewiesen und erlebt in der Gemeinschaft Anerkennung und Wertschätzung.
Im täglichen Miteinander lernen die Kinder andere ausreden zu lassen, eigene Bedürfnisse mitzuteilen oder zurück zu stellen, mit Absprachen und Enttäuschungen umzugehen und diese anzunehmen und zu verarbeiten.

  • Sinn, Werte und Religion:

Wir sind weltanschaulich und konfessionell ungebunden, das heißt wir sind keiner Religion angehörig und somit offen für jede Kultur und Religion.
Werte und Regeln strukturieren unseren Alltag, dadurch erfahren die Kinder Sicherheit und Geborgenheit.
Grenzen geben Orientierung und fördern die soziale Entwicklung.

4. Zusammenarbeit:

  • Elternarbeit:

Für eine gute Zusammenarbeit ist uns ein möglichst intensiver und vertrauensvoller Austausch und Kontakt zwischen Eltern und Erzieher/innen sehr wichtig.
Während den täglichen Bring- und Abholzeiten besteht die Möglichkeit für einen kurzen Austausch über die aktuelle Befindlichkeit des Kindes.
Ein Entwicklungsgespräch über Ihr Kind findet mindestens einmal im Jahr mit der / dem Bezugserzieher/in statt.
Weitere Elterngespräche werden nach Bedarf terminiert.
Der jährlich stattfindende Elternabend dient zum allgemeinen Austausch und der Elternbeiratswahl.
Informationen und Aktuelles werden den Eltern regelmäßig in einem Rundbrief, per E- Mail, mitgeteilt.

Weitere Aktionen für die Familien sind unter anderem:

  • Gemeinsamer Brunch
  • Familientag
  • Laternenlauf
  • Lebendiger Adventskalender
  • Teamarbeit:

Wir sind ein innovatives, interdisziplinäres, lernfreudiges und offenes Team.
Unsere Teamsitzungen finden einmal wöchentlich statt. Zweimal im Jahr haben wir einen pädagogischen Tag, der uns die Möglichkeit bietet, unsere Arbeit noch detaillierter zu evaluieren und zu modifizieren.
Zusätzlich wird unsere Arbeit durch Fort- und Weiterbildungen unterstützt.

  • Vorstand:

Einmal im Monat findet ein Treffen mit einem Vorstandsmitglied und der Kita-Leitung statt.
Hierbei ist es uns wichtig, dass ein regelmäßiger Austausch über die aktuelle Situation in der Kita stattfindet.

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